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Immer weniger Existenzgründungen in Deutschland – aber Qualität steigt

Immer weniger Menschen in Deutschland machen sich selbstständig. Durch die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt werden laut einem Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) weniger Unternehmen gegründet. Doch es ist nicht alles schlecht.

Der Abwärtstrend der Zahl der Existenzgründungen betrifft alle Branchen und beinahe alle Altersgruppen. Gerade bei gut Ausgebildeten geht die Zahl der Einzelgründungen ohne Angestellte zurück. Ausgerechnet – aber nicht nur – der Mindestlohn macht die Selbstständigkeit unattraktiv. Nach der Finanzkrise verdienten rund ein Viertel der Selbstständigen nach Abzug aller Kosten weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Die Einführung des Mindestlohn war für viele ein Signal in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln oder gar nicht erst zu gründen.

Ein weiterer Grund für den Rückgang ist die als abschreckend wahrgenommene Komplexität des deutschen Steuersystems sowie zum Teil hohe bürokratische Hürden. Fatal ist dies vor allem im Bereich der jungen High-Tech-Unternehmen mit hohem Innovations- und Entwicklungspotenzial. Moritz Meidert, Geschäftsführer der Systemgründungsberatung Gründerschiff, äußert sich jedoch positiv: “Die absolute Zahl der Gründungen geht zwar seit einigen Jahren spürbar zurück, die Qualität der Gründungen aber steigt seither fühlbar. Die Gründerinnen und Gründer, die – dank geringer Arbeitslosenzahlen – zumeist ohne wirtschaftliche Not gründen, sind kreativer und vor allem heißer aufs Gründen als früher. Es wird auch in Deutschland immer mehr zu einem anerkannten Lebensstil, Gründer und Unternehmer zu sein.“ Gründerschiff hat deshalb diesen Monat eine Kooperation mit dem Berliner Buchhaltungssoftware Anbieter Debitoor geschlossen. Hannah Lindstedt, Regionalmanagerin bei Debitoor für den deutschsprachigen Markt, formuliert die gemeinsame Vision: “Für uns sind Gründer/innen Helden, die einiges auf sich nehmen und für die Innovationskraft unserer Wirtschaft enorm wichtig sind.”

“Die Buchhaltungslösungen von Debitoor vereinfachen für Gründer den gesamten Buchhaltungs- und im Nachgang auch den Steuererklärungsprozess,” erläutert Meidert. Sie bauten damit aktiv bürokratische Hemmnisse und Hürden im Kopf ab. „Während Debitoor versucht, der Buchhaltung den Schrecken zu nehmen, begleitet Gründerschiff Gründerinnen und Gründer mit einem systematischen Begleitungsansatz. Damit verbessern sich die Chancen einer erfolgreichen Gründung.” ergänzt Lindstedt.

Der qualitative Aufwärtstrend bei Unternehmensgründungen in Deutschland lässt sich verstärken, indem Gründungen als Summe zahlreicher Komponenten verstanden und gelebt werden. Gründerschiff und Debitoor arbeiten weiter daran, dass Gründer sich auf ihren Kernbereich konzentrieren können.

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